NEW-MINE – EU Training Network for Resource Recovery Through Enhanced Landfill Mining

 

ECKDATEN

Niveau: International / Horizon 2020

Projektvolumen: 3.844.721,16 €

Dauer: 48 Monate

 

Seit Beginn der industriellen Revolution ist in Europa der mit der Industrialisierung einhergehende Abfall deponiert worden. Demzufolge befinden sich nach Schätzungen in der EU zwischen 150.000 und 500.000 teils noch betriebene, teils geschlossene Deponien. Die EU Abfallrahmenrichtlinie und die EU Deponierichtlinie haben dazu geführt, dass es sich bei der großen Mehrheit der noch betriebenen Deponien um geordnete Deponien handelt, die mit Abdichtungen und Deponiegasfassungssystemen nach dem aktuellen Stand der Technik ausgestattet sind. Jedoch werden mehr als 90% der Deponien, die vor der Deponierichtlinie in Betrieb genommen wurden als ungeordnete, mit ungenügenden oder gar keinen Umweltschutzsystemen ausgestattete Deponien eingestuft. Diese Deponien stellen eine Gefahr für die Umwelt dar, sei es durch die locale verschmutzung von Boden und Wasser oder globale Auswirkungen auf das Klima durch die Emission von Treibhausgasen. Diese Deponien befürden besonderer Beachtung.

Es gibt vier Szenarien, wie mit geschlossenen Deponien verfahren werden kann, das “Do-nothing” Szenario, die klassische Sanierung mit anschließener Wiederverfüllung des Deponats, der klassische Deponierückbau und das sogenannte “Enhanced Landfill Mining (ELFM)”.

  FlowChart New Mine NEW MINE Comparison of different scenarios for the EU’s landfills, ranging from Do-Nothing (only acceptable – in the medium term – for well-monitored sanitary landfills), Classic Remediation (where the materials are excavated and re-landfilled), Classic Landfill  

Das New-Mine Projekt ist ein Horizion 2020 Projekt mit dem Fokus des “Enhanced Landfill Mining”. Ziel ist es, einen großen Anteil des ausgegrabenen Deponats in hochwertige Produkte wie Wasserstoff für die Nutzung als Brennstoff oder Binder, die in mineralischen Baustoffen eingesetzt werden können, umzuwandeln. Als Ergebnis soll lediglich ein geringer Anteil des Altdeponats erneut verfüllt werden müssen.

Das Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.) der RWTH Aachen ist seit Projektbeginn im September 2016 Teil des New-Mine Konsortiums, das aus 10 Kernpartnern aus Wissenschaft und Industrie sowie 7 weiteren angegliederten Partnern besteht. Aufgabe des I.A.R. ist es, das Deponat mechanisch aufzubereiten und auf Grundlage der technischen Versuche ein Modell zu entwickeln, welches es erlaubt, das Potenzial von Deponien als Lagerstätte von Sekundärrohstoffen abzuschätzen.

Weitere Informationen über das Projekt und die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der 15 Doktoranden, die am New-Mine Projekt beteiligt sind, sind auf der New-Mine Projektwebsite verfügbar.

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Dieses Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Union (EU) unter der Förderungsnummer 721185 gefördert.

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Foto von Cristina Garcia Lopez

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Cristina Garcia Lopez

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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+49 241 80 95713

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Deponieaushub Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.)