ResolVe - Recycling von Polystyrol mittels rohstofflicher Verwertung

 
Beispiel Polystryrol Urheberrecht: Institut für Aufbereitung und Recycling (I.A.R.)

Der Übergang von einer Linear- zu einer Kreislaufwirtschaft ist angesichts von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum und Ressourcenabhängigkeit sowohl ökologisch als auch ökonomisch erforderlich. In den 80er und 90er Jahren wurden bereits intensive Anstrengungen zur Entwicklung von Verfahren für die rohstoffliche Wiederverwertung von Kunststoffabfällen unternommen, wobei es aufgrund ungelöster verfahrenstechnischer Problemstellungen und aus wirtschaftlichen Gründen (wie etwa der Unzugänglichkeit von Stoffströmen) bisher nicht zu großtechnischen Anwendungen kam. Die wachsende Problematik der Kunststoffabfallmengen, insbesondere auch der Eintrag von Kunststoffabfällen in Meere und Gewässer, sowie ein größeres Bewusstsein für die Umwelt und ein Bedürfnis nach nachhaltigen Lösungen haben jedoch zu einem neuerlichen Interesse an der rohstofflichen Verwertung geführt.

Polystyrol bietet viele Vorteile, z.B. besitzt es bei geringer Wandstärke eine hohe mechanische Festigkeit und ermöglicht dadurch Verpackungen, die viel leichter sind als vergleichbare aus Glas oder Metall. Nachteilig ist allerdings, dass es derzeit noch keinen umfassenden Wertstoffkreislauf für Polystyrol gibt. Ziel von ResolVe ist die wirtschaftliche Nutzung von Polystyrol-Abfällen für hochwertige neue Kunststoffprodukte durch ein rohstoffliches Recycling. Gegenüber der bislang üblichen thermischen oder werkstofflichen Verwertung der Kunststoffabfälle wird mit dem Vorhaben die tatsächliche Schließung eines wirtschaftlichen und ökologischen Kreislaufs angestrebt. Im Projekt übernimmt das I.A.R. die Beschaffung und Untersuchung von möglichen Abfallstoffen sowie die aufbereitungstechnische Vorbehandlung zum Einsatz in den verschiedenen Stufen des Recyclingprozesses.

ResolVe wird als F&E-Verbundvorhaben im Rahmen der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ unter dem Schwerpunktthema „Green Economy: Stoffströme, Wertschöpfungsketten, Technologien & Recycling“ gefördert. Industrielle Antragsteller sind die INEOS Styrolution Group GmbH, Frankfurt am Main (Projektkoordinator) sowie die INEOS Köln GmbH. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die RWTH Aachen (neben dem I.A.R. das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV)) sowie die Neue Materialien Bayreuth GmbH.

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ECKDATEN

Niveau: National

Partner: 4

Dauer: 08.2017 - 07.2020